Transregionale Perspektiven

Transregionale Verflechtungen, Süd-Süd-Beziehungen, Migration Studies: auch wenn es im Titel auf den ersten Blick nicht sichtbar wird, widmet sich der Fachinformationsdienst „Lateinamerika, Karibik und Latino Studies“ den multiplen Perspektiven auf Lateinamerika (so z.B. auch aus indischer oder chinesischer Sicht) und der weltweiten Vernetzung der lateinamerikanischen Länder, ihrer Kulturen und Gesellschaften. Neu in unserer Blogroll ist daher auch TRAFO – Blog for Transregional Research: „Das Trafo-Blog dient als Diskussions- und Informationsplattform für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich für transregionale Forschung interessieren. Auf dem Trafo-Blog werden Forschungsergebnisse und Beiträge aus dem Bereich der transregionalen Studien und der Area Studies zugänglich gemacht“.

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Wir stellen TRAFO hier vor mit einem Beitrag aus der Reihe „5in10″ (Fünf Fragen in zehn Minuten“ mit der Wissenschaftlerin Sanja Savkić, die auch über ihre Arbeit in der Bibliothek des IAI spricht:

„I was curious about knowing what it means to exist in the vast universe“ – 5in10 with Sanja Savkić

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 Sanja Savkic received her Ph.D. in Art History (Indigenous Art of the Americas), as well as her M.St. in Mesoamerican Studies from the National Autonomous University of Mexico (UNAM). In 2012, she was honoured as the most distinguished graduate in art history, and received the Alfonso Caso Medal for her doctoral dissertation. Savkic was a postdoctoral fellow at the UNAM’s Institute of Anthropological Research from 2014-16. Most recently, she was a postdoctoral fellow of the research program Art Histories and Aesthetic Practices, an initiative of the Kunsthistorisches Institut (KHI) in Florence – Max-Planck-Institute at the Berlin-based Forum Transregionale Studien. At present she is affiliated fellow of the same research program with her project „Engaging Preclassic Maya Visual Configurations at San Bartolo, Guatemala“. Currently, Savkic also collaborates with the Ethnologisches Museum in Berlin on developing the concept for four media stations related to the exhibition of the Mesoamerican Collection at the Humboldt Forum. The cross-disciplinary approach she cultivates (art history–anthropology–archaeology) has been an integral part of her ongoing research relating to pre-Columbian visual cultures from Mesoamerica, particularly the ancient Maya. Savkic has published the results of her investigations in international media and presently she is preparing a book monograph on the ancient Maya art and architecture; she is also engaged in coediting a collective book on indigenous visual cultures in the Americas past and present together with Hannah Baader.

 

What was intriguing to you when you were a child? What is it that you always wanted to know about the world?

Since my early childhood I have loved gazing at starry night skies. I imagined all sorts of beautiful distant worlds and different kinds of life forms …

 

Lesen Sie weiter unter

Sanja Savkić, “I was curious about knowing what it means to exist in the vast universe” – 5in10 with Sanja Savkić, in: TRAFO – Blog for Transregional Research, 22.11.2017.

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Update: Zarzuela

Zarzuela01Das Zarzuela-Projekt am Ibero-Amerikanischen Institut (2016-2017; Förderung durch BKM) ist offiziell ausgelaufen. Wir arbeiten aber kontinuierlich daran, unsere Sammlung an Zarzuela-Libretti, Partituren und Notenauszügen auszubauen und digital zur Verfügung zu stellen.

Ein Beitrag über unseren spanischen Kooperationspartner, das Centro de Documentación y Archivo de la SGAE (CEDOA) ist soeben im Archiv für Textmusikforschung (Nr. 2, 2017) erschienen. In derselben Ausgabe finden Sie auch einen Beitrag über das Zarzuela-Projekt am IAI.

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Von Erdbeben und schönen Fräulein: die Zeitschrift „Oriente Literario“

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Literarische Zirkel, Verlagsgründungen und Kulturzeitschriften: Der Beginn des 20. Jahrhunderts war auf Cuba eine Zeit reger literarischer und kultureller Aktivitäten. Ab 1910 erschien die Zeitschrift „Oriente Literario“ mit dem Untertitel „Revista Semanal Ilustrada“. Ihr Herausgeber war der Schriftsteller Pascasio Díaz de Gallego. 1912 wurde die Zeitschrift mit „Arte y Bohemia“ zusammengeführt und erschien fortan unter dem Titel „Oriente y Bohemia“. (Eine ausführliche Darstellung dieser drei Zeitschriften findet sich in dem Artikel Oriente Literario, Arte y Bohemia y Oriente y Bohemia, tres revistas de un singular momento literario“ von Cira Romero in der Zeitschrift La Jiribilla, 2014)

Neben Beiträgen zur Literatur („El teatro en España“) berichtete die „Oriente Literario“ über Naturereignisse wie Erdbeben in Zentralamerika, über neue naturwissenschaftliche Entdeckungen und technische Erfindungen, beinhaltete aber auch Gesellschaftschroniken und Modestrecken.

Das IAI konnte im Rahmen des DFG-Projekts „Kulturzeitschriften“ zwei Hefte dieser in Bibliotheken kaum auffindbaren Zeitschrift antiquarisch erwerben. Sie sind nun in den Digitalen Sammlungen des IAI online verfügbar.

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Gabriel García Márquez: Archiv online verfügbar

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Es glich einer nationalen Tragödie in Kolumbien, als die Familie von Gabriel García Márquez im Jahr 2014 das Archiv des verstorbenen Nobelpreisträgers für 2,2 Mio US$ an die University of Texas verkaufte. Am Harry Ransom Center in Austin ist der Nachlass Garcia Márquez‘ in illustrer Gesellschaft, denn auch die persönlichen Archive von Jorge Luis Borges, James Joyce, Ernest Hemingway und  William Faulkner werden hier aufbewahrt.

Über 2000 Briefe, 40 Fotoalben, journalistische Reportagen und Material zu den großen Romanen des Kolumbianers, aber auch eine Schreibmaschine vom Typ Smith Corona und fünf Apple-Computer gelangten nach Texas. Jetzt sind erstmals über 27.000 Einzelseiten und Abbildungen digitalisiert worden. Sie stehen frei online zur Verfügung und können über eine Suchmaske nach Thema, Material, Datum und anderen Kriterien recherchiert werden.

Für andere Dokumente aus dem Nachlass wie z.B. das Manuskript des unveröffentlicht gebliebenen letzten Romans En agosto nos vemos muss man jedoch weiterhin nach Texas reisen, sie sind nicht Teil des Digitalisierungsprojekts.

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Umfrage Fachinformationsdienst Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (FID AVL)

Heute leiten wir Ihnen einen Aufruf der Kolleginnen und Kollegen des FID Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft weiter:

Seit 2016 bietet der Fachinformationsdienst Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (FID AVL) allen komparatistisch arbeitenden Literaturwissenschaftler*innen und Angehörigen angrenzender Disziplinen neue Infrastrukturen für die fachbezogene Recherche und Kommunikation sowie weitere innovative Serviceleistungen. Er wird dabei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Förderprogramms „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ zunächst bis Mai 2019 unterstützt.

Gestalten Sie die Angebote für die geplante zweite Förderphase (2019-2021) mit!

Nehmen Sie sich bitte 5-10 Minuten Zeit, um auf unsere Fragen zu Inhalten und Methoden Ihrer literaturwissenschaftlichen Arbeit zu antworten. Die Umfrage finden Sie bis einschließlich 21.12.2017 unter https://evaluation.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/evasys/online.php?p=26GD2.

Die Teilnahme an der Umfrage ist vollkommen freiwillig. Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und anonymisiert ausgewertet. Ein Rückschluss von Antworten auf Ihre Person ist nicht möglich.

Sind Sie an den Ergebnissen der Umfrage interessiert? Diese werden im Januar 2018 im avldigital BLOG und über die Mailingliste des FID AVL  veröffentlicht.

Gerne können Sie interessierte Kolleg*innen auf die Umfrage aufmerksam machen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an info@avldigital.de.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

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Berlin in den Kulturzeitschriften der Moderne

Der Begriff „Kultur“ im Gattungsnamen dieser Zeitschriften ist ein weit gefasster: er berücksichtigt neben den kulturwissenschaftlich orientierten Geisteswissenschaften auch explizit die Naturwissenschaften. Die Interdisziplinarität ist möglicherweise das wichtigste Merkmal der Kulturzeitschriften, deren Blütezeit zwischen 1860 und 1930 lag. Die Vielfalt der Themen beinhaltet unter anderem politische, literarische, musiktheoretische und -praktische, soziologische, satirische und technische Artikel. Die Texte wurden bewusst allgemein verständlich abgefasst, um eine breite, sowohl akademische wie nicht-akademische Leserschaft anzusprechen. Die Form der Beiträge ist ebenso vielfältig: Literarische Texte stehen neben Interviews, Rezensionen, Kritiken, Nachrichten und Karikaturen. Die meisten Kulturzeitschriften enthalten zudem zahlreiche Illustrationen, Fotos und Grafiken. Außerdem waren sie beliebt als Träger von Werbung sowie Kurz-, Klein- und Kontaktanzeigen. Die im IAI vorhandenen Titel stammen überwiegend aus der Zeit zwischen 1880 und 1930, sie werden im Rahmen des DFG-Projekts „Kulturzeitschriften“ nach und nach digitalisiert und in den Digitalen Sammlungen des IAI zur Verfügung gestellt.

La moda en el Kaiserdamm de Berlín

Berlin als Kulturmetropole ist in diesen Zeitschriften immer wieder präsent. Die argentinische Atlanta bringt in ihrem Heft Nr. 5 (1911) einen Artikel über die Berliner Theaterlandschaft („El teatro en Berlín: Teatro histórico sobre el teatro de la historia“) . Plus Ultra, ebenfalls aus Argentinien, berichtet im Jahr 1927 über avangardistische Kunst („Plus Ultra en Berlín: Exposición de Arte Moderno“, Nr. 136) und über Berliner Mode („La moda en el Kaiserdamm“, Nr. 140) .

Für Ihre eigenen Untersuchungen können Sie alle Texte aus den Digitalen Sammlungen als PDF herunterladen und dann in Ihrer Forschungsumgebung je nach Fragestellung weiterbearbeiten:

Verarbeitung

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Kartographie in Geschichte und Gegenwart

Unter dem Titel „Descubriendo otras cartografías“ fand am 28. November 2017 in der spanischen Nationalbibliothek in Madrid die II Jornada de Cartografía en la Biblioteca Nacional de España statt. Dabei gab es Panels wie „Cartografía y Literatura“ über imaginäre Räume und Orte  und „Cartografía y Arte“ mit Analysen über das Kunstkonzept in der Kartographie. In „Cartografía e Imagen“ wurde untersucht, wie Fotografie und Film sich der Kartographie in ihren Inszenierungen bedienen und  „Cartografía y Música“ machte diese unerwartete Beziehung anhand der Reisen Wolfgang Amadeus Mozarts deutlich. Ein Gesprächskonzert stellte zum Abschluß  nochmal die Verbindung von Karten und Musik dar. Der gesamte Tag mit seinen Vorträgen und Diskussionen ist per Video abrufbar.

Auch das IAI sammelt seit 1957 Kartenmaterial. Die Bandbreite reicht von topografischen Karten, über thematische Karten (z.B. Geologie, Sprachen, Botanik) bis zu Stadtplänen und Straßenkarten. Von herausragender Bedeutung sind die ca. 2.420 historischen Karten aus dem Zeitraum bis 1850 sowie die Faksimileausgaben von Karten und Atlanten aus der Zeit von 1525 bis 1850. Dabei handelt es sich überwiegend um topographische Darstellungen einzelner Regionen und Länder, entsprechend des historischen Kenntnisstandes der Kartographie, aber auch um Ansichten und Pläne einzelner Städte. Schwerpunkte sind Gesamtdarstellungen von Mittel- und Südamerika, der Karibik und der Iberischen Halbinsel. Über 500 dieser Karten sind in den Digitalen Sammlungen verfügbar.

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