Archiv der Töne

BLSounds

British Library: Sounds bietet online Zugang zu einer Auswahl von ca. 90.000 Tonaufnahmen aus den Archiven der Bibliothek. Dazu zählen Sprachaufnahmen (z.B Dialektaufzeichnungen, Oral History und Sprechtheater), Natur- und Umweltgeräusche und natürlich Musik.

Aus Lateinamerika ist die ethnomusikologische Sammlung von Brian Moser und Donald Tayler (Kolumbien, 1960-61) digitalisiert und online gestellt. Sie entstand in fünf verschiedenen Regionen Kolumbiens:

 

  • dem Delta des Río San Juan an der Pazifikküste  (Noanamá [Woun Meu] )
  • in Amazonien an der Grenze zu Brasilien am Rio Piraparaná (Tukano)
  • an den Nordhängen der Sierra Nevada de Santa Marta (Kogi [Cogui] und Bintukua)
  • auf der Guajiro-Halbinsel an der Grenze zu Venezuela (Guajiro [Wayuu] )
  • im Hügelland an der Grenze zu Venezuela (Molitón)

Die Sammlung enthält Lieder für einzelne Sänger und für Gruppen, Schlaflieder, Zeremonialgesänge, sowie Instrumentalmusik, z.B. für Flöte.  Anhand von Formen wie Vallenato und Conjunto zeigt sich der Wandel in den Musiktraditionen und der allmähliche Verlust traditioneller Formen.

Ihre Feldforschungen und Aufzeichnungen haben Brian Moser und Donald Tayler im Buch The Cocaine Eaters (1965) dokumentiert, das auch im IAI vorhanden ist (Signatur Col ge 179 [8]°  )

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Spaniens größte digitale Bibliothek

In der aktuellen Ausgabe seines Newsletter (Nr. 147, April 2018) stellt das Centro de Estudios sobre Bibliotecologia de la Sociedad Argentina de Información die Digitale Bibliothek der Universidad Complutense vor. Dort kann man u.a. auch auf die Volltexte von 77 wissenschaftlichen Zeitschriften der UCM zugreifen sowie auf einen Ausschnitt der Digitalen Sammlung von HathiTrust.

La Biblioteca de la Universidad Complutense crea la mayor
colección de libros digitalizados

La Biblioteca de la Universidad Complutense de Madrid ha creado desde 1995 la mayor colección de libros digitalizados de España. El objetivo: garantizar el acceso público y preservar a largo plazo el conocimiento generado por esta casa a través de su patrimonio bibliográfico.

En la actualidad se han digitalizado más de 165.000 libros (145 mil del fondo antiguo y 20 mil tesis doctorales). A esta se unen otras colecciones digitales como la de revistas académicas publicadas por la UCM —con más de 45.000 artículos—; la de prensa digital de la Facultad de Ciencias de la Información —con 500.000 periódicos escaneados (en acceso restringido desde la propia biblioteca con fines de investigación para garantizar los derechos de autor)—; 49.742 grabados pertenecientes a la Biblioteca Digital Dioscórides; más de 25.000 documentos depositados en el Archivo Institucional E-Prints UCM; parte del archivo fotográfico del Partido Comunista de España; el Archivo Rubén Darío; una colección de grabados japoneses o los Dibujos de Academia de la Facultad de Bellas Artes.

Muchos de estos documentos fueron digitalizados por Google Libros. Las cinco primeras bibliotecas en este proyecto fueron la Biblioteca Pública de Nueva York y las de las universidades de Harvard, Michigan, Oxford y Stanford. En 2006 se suman California University y la Universidad Complutense de Madrid, primer socio no anglosajón del proyecto.

Una Biblia editada por Bagster en 1825, un diccionario español-inglés de 1786 y un atlas de anatomía descriptiva del cuerpo humano de Bonamy son las obras digitalizadas más consultadas en la Complutense.

El proyecto de digitalización masiva con Google supuso para la Universidad Complutense la creación de una gran base de datos en donde se recogió junto a la versión digital del libro documentación relativa al estado de preservación de cada ejemplar. Esto permitió disponer de una importante información de los ejemplares valiosos y de aquellos que necesitaban actuaciones urgentes para evitar su deterioro. En este sentido, las páginas de cientos de libros que nunca habían sido abiertos, lo fueron para permitir su digitalización y se realizaron múltiples restauraciones en ellos. Pero la labor más destacable fue la inclusión en el catálogo automatizado de la biblioteca de una parte importantísima del fondo antiguo que aún estaba por introducir: 220.000 ejemplares hasta el siglo XIX.

Hoy, no sólo se ha digitalizado el 76.14% de los libros anteriores a 1870, sino que sus condiciones de conservación han mejorado sustancialmente.

 

[Quelle: https://www.sai.com.ar/bibliotecologia/boletin/a/bie147.htm ]

 

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Apolo. Revista de Arte y Sociología

Delmira Agustini, Alberto Zum Felde, Emilio Frugoni, Fernán Silva Valdés … die Liste der Schriftsteller (und einiger weniger Schriftstellerinnen), die zwischen 1906 und 1915 in der uruguayischen Zeitschrift Apolo. Revista de Arte y Sociología publizierten, umfasst alle wichtigen Namen jener Zeit. Ihr Gründer und Herausgeber war Manuel Pérez y Curis, der auch unter dem Pseudonym Ismael schrieb.

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Das Ibero-Amerikanische Institut konnte diese seltene Publikation antiquarisch erwerben. Sie ist Teil einer Sammlung uruguayischer Zeitschriftentitel des ausgehenden 19. Jahrhunderts (z.B. El Lunes de la Razón) und des frühen 20. Jahrhunderts, darunter Asir, La Elocuencia Americana und La Revista de América, die seit kurzem in der Bibliothek des IAI verfügbar sind.

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Max Uhle: Vater der andinen Archäologie

In den Digitalen Sammlungen des IAI jetzt verfügbar: Glasplattenfotografien, Briefe, Zeitungsartikel und andere Materialien aus dem Nachlass von Max Uhle

Max Uhle war ein deutscher Archäologe und Sprachwissenschaftler. Zwischen 1892-1894 unternahm Uhle im Auftrag des Königlichen Museum für Völkerkunde Berlin (heute Ethnologisches Museum – Staatliche Museen zu Berlin) eine Forschungsreise nach Argentinien und Bolivien. Auf dieser Reise erwarb Uhle zahlreiche Sammlungsobjekte, zeichnete ethnographische, linguistische sowie landeskundliche Beobachtungen auf und nahm archäologische Grabungen vor (zumeist Kleingrabungen). In den Jahren 1895-1898 führte er im Auftrag der University of Pennsylvania in Philadelphia (USA) Ausgrabungen an dem südlich von Lima (Peru) gelegenen Zeremonialort Pachacámac durch. Im Auftrag der University of California in Berkeley (USA) führte Uhle dann zwischen 1899-1905 archäologische Feldarbeiten in Peru durch; unter anderem in Moche, Nasca, Marca Huamachuco, im Tal von Chincha, im Tal von Ica, Pueblo Nuevo, im Tal von Pisco und in Huaitará. Uhle legte durch seine Sammlung von über 9.300 archäologischen Objekten den Grundstock für das Phoebe A. Hearst Museum of Anthropology in Berkeley (USA).

Von 1906 bis 1911 übernahm Uhle im Auftrag des peruanischen Staates zunächst die Leitung der archäologischen Abteilung und später die Gesamtdirektion des neu gegründeten Museo de Historia Nacional in Lima. Von 1912 bis 1915 war er in Chile am Aufbau des Museo de Etnología y Antropología in Santiago de Chile beteiligt. Ab 1919-1924 führte er auf Einladung des Privatgelehrten und Politikers Jacinto Jijón y Caamaño (1890-1950) dann Ausgrabungen in Ecuador durch. Im Jahre 1925 übernahm er den neu eingerichteten Lehrstuhl für ecuadorianische Archäologie an der Universidad Central in Quito.

Max Uhle gilt als der Vater der peruanischen Archäologie und als Begründer der systematischen Archäologie Südamerikas. Er führte als erster Archäologe wissenschaftliche Methodik, wie die stratigrafische Analyse, in das Studium der archäologischen Kulturen ein. Die für Südamerika erstmalig systematisch dokumentierten Ausgrabungen ergaben im Bereich der peruanischen Küste die erste vorspanische Abfolge archäologischer Kulturen, deren Gliederung mit relativ geringen Korrekturen noch heute weitgehend Gültigkeit besitzt. Darüber hinaus hat Max Uhle auch ethnographische und ethnolinguistische Forschungen durchgeführt. In Bolivien und Südperu sammelte Uhle bedeutende Daten zur indigenen Linguistik (Aymara, Uru, Chipaya, Quechua).

Weitere Lebensdaten zu Max Uhle sowie umfangreiche Informationen zu seinem Nachlass in verschiedenen Bibliotheken, Archiven und Museen finden Sie auch auf der Webseite des 2001 bis 2003 am IAI durchgeführten DFG-Projekts zur Nachlass-Erschließung.

 

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Transregionale Perspektiven

Transregionale Verflechtungen, Süd-Süd-Beziehungen, Migration Studies: auch wenn es im Titel auf den ersten Blick nicht sichtbar wird, widmet sich der Fachinformationsdienst „Lateinamerika, Karibik und Latino Studies“ den multiplen Perspektiven auf Lateinamerika (so z.B. auch aus indischer oder chinesischer Sicht) und der weltweiten Vernetzung der lateinamerikanischen Länder, ihrer Kulturen und Gesellschaften. Neu in unserer Blogroll ist daher auch TRAFO – Blog for Transregional Research: „Das Trafo-Blog dient als Diskussions- und Informationsplattform für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich für transregionale Forschung interessieren. Auf dem Trafo-Blog werden Forschungsergebnisse und Beiträge aus dem Bereich der transregionalen Studien und der Area Studies zugänglich gemacht“.

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Wir stellen TRAFO hier vor mit einem Beitrag aus der Reihe „5in10″ (Fünf Fragen in zehn Minuten“ mit der Wissenschaftlerin Sanja Savkić, die auch über ihre Arbeit in der Bibliothek des IAI spricht:

„I was curious about knowing what it means to exist in the vast universe“ – 5in10 with Sanja Savkić

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 Sanja Savkic received her Ph.D. in Art History (Indigenous Art of the Americas), as well as her M.St. in Mesoamerican Studies from the National Autonomous University of Mexico (UNAM). In 2012, she was honoured as the most distinguished graduate in art history, and received the Alfonso Caso Medal for her doctoral dissertation. Savkic was a postdoctoral fellow at the UNAM’s Institute of Anthropological Research from 2014-16. Most recently, she was a postdoctoral fellow of the research program Art Histories and Aesthetic Practices, an initiative of the Kunsthistorisches Institut (KHI) in Florence – Max-Planck-Institute at the Berlin-based Forum Transregionale Studien. At present she is affiliated fellow of the same research program with her project „Engaging Preclassic Maya Visual Configurations at San Bartolo, Guatemala“. Currently, Savkic also collaborates with the Ethnologisches Museum in Berlin on developing the concept for four media stations related to the exhibition of the Mesoamerican Collection at the Humboldt Forum. The cross-disciplinary approach she cultivates (art history–anthropology–archaeology) has been an integral part of her ongoing research relating to pre-Columbian visual cultures from Mesoamerica, particularly the ancient Maya. Savkic has published the results of her investigations in international media and presently she is preparing a book monograph on the ancient Maya art and architecture; she is also engaged in coediting a collective book on indigenous visual cultures in the Americas past and present together with Hannah Baader.

 

What was intriguing to you when you were a child? What is it that you always wanted to know about the world?

Since my early childhood I have loved gazing at starry night skies. I imagined all sorts of beautiful distant worlds and different kinds of life forms …

 

Lesen Sie weiter unter

Sanja Savkić, “I was curious about knowing what it means to exist in the vast universe” – 5in10 with Sanja Savkić, in: TRAFO – Blog for Transregional Research, 22.11.2017.

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Update: Zarzuela

Zarzuela01Das Zarzuela-Projekt am Ibero-Amerikanischen Institut (2016-2017; Förderung durch BKM) ist offiziell ausgelaufen. Wir arbeiten aber kontinuierlich daran, unsere Sammlung an Zarzuela-Libretti, Partituren und Notenauszügen auszubauen und digital zur Verfügung zu stellen.

Ein Beitrag über unseren spanischen Kooperationspartner, das Centro de Documentación y Archivo de la SGAE (CEDOA) ist soeben im Archiv für Textmusikforschung (Nr. 2, 2017) erschienen. In derselben Ausgabe finden Sie auch einen Beitrag über das Zarzuela-Projekt am IAI.

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Von Erdbeben und schönen Fräulein: die Zeitschrift „Oriente Literario“

Titel_Oriente Literario

Literarische Zirkel, Verlagsgründungen und Kulturzeitschriften: Der Beginn des 20. Jahrhunderts war auf Cuba eine Zeit reger literarischer und kultureller Aktivitäten. Ab 1910 erschien die Zeitschrift „Oriente Literario“ mit dem Untertitel „Revista Semanal Ilustrada“. Ihr Herausgeber war der Schriftsteller Pascasio Díaz de Gallego. 1912 wurde die Zeitschrift mit „Arte y Bohemia“ zusammengeführt und erschien fortan unter dem Titel „Oriente y Bohemia“. (Eine ausführliche Darstellung dieser drei Zeitschriften findet sich in dem Artikel Oriente Literario, Arte y Bohemia y Oriente y Bohemia, tres revistas de un singular momento literario“ von Cira Romero in der Zeitschrift La Jiribilla, 2014)

Neben Beiträgen zur Literatur („El teatro en España“) berichtete die „Oriente Literario“ über Naturereignisse wie Erdbeben in Zentralamerika, über neue naturwissenschaftliche Entdeckungen und technische Erfindungen, beinhaltete aber auch Gesellschaftschroniken und Modestrecken.

Das IAI konnte im Rahmen des DFG-Projekts „Kulturzeitschriften“ zwei Hefte dieser in Bibliotheken kaum auffindbaren Zeitschrift antiquarisch erwerben. Sie sind nun in den Digitalen Sammlungen des IAI online verfügbar.

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