Viel mehr als Tanztee, Mode und Theater: historische Frauenzeitschriften aus Lateinamerika neu in der Bibliothek des IAI

Schon im Verlauf des 19. Jahrhunderts rückten Frauen als Leserinnen in den Fokus der Zeitschriftenverlage. Waren es zunächst vor allem Beilagen oder besondere Seiten für die weibliche Leserschaft in allgemeineren Zeitschriften, erschienen ab Anfang des 20. Jahrhunderts mehr und mehr Magazine, die sich ausschließlich an Frauen richteten.

Neben Hinweisen und Ratschlägen zu allen Themen des häuslichen Lebens finden sich in ihnen auch Beiträge zu Kunst und Kultur, sowie zur Berufswahl und Bildung von Frauen und zum sozialen Engagement und vieles andere. Die Zeitschriften haben in der Regel einen hohen Bildanteil in Form von Fotographien oder Zeichnungen und dienen als Werbeträger für zahlreiche in- und ausländische Produkte.

Zu unseren Neuerwerbungen in diesem Bereich gehören beispielsweise Einzelhefte der Zeitschriften Página Blanca. Revista femenina aus Montevideo (1915/16), Lulú. Revista semanal ilustrada para el mundo femenino aus Lima (1916) und Familia. Revista mensual ilustrada dedicada al hogar aus Santiago de Chile (1917).

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Eine Antwort zu Viel mehr als Tanztee, Mode und Theater: historische Frauenzeitschriften aus Lateinamerika neu in der Bibliothek des IAI

  1. Christian Switek schreibt:

    Man kann das im Büro amerikanische Institut nur für die Neuanschaffung der lateinamerikanischen Zeitschriften aus Peru, Uruguay, und Chile nur beglückwünschen. Gerade die Rolle der Frau ist in der Hispanistas Eck ja schon lang und intensiv von verschiedenen Seiten beleuchtet worden. Die Anschaffung der lateinamerikanischen Zeitschriften bieten uns Wissenschaftlern eine hervorragende Möglichkeit, die Studien auf den lateinamerikanischen Bereich auszuweiten. Dabei wäre es auch von besonderer Bedeutung, die Rolle Rosalia de Castros mit einzubeziehen, die dem deutschen Publikum durch Neuübersetzungen immer bekannter wird. Ihre frühen Gedichte, ihr erster Roman „Die Tochter des Meeres“ weisen immer wieder Bezüge zu Lateinamerika auf. Und auch die kurz vor der Veröffentlichung stehenden galizischen Lieder wenden immer wieder den Blick nach Lateinamerika. Wer sich näher mit Rosalinde Castro und ihrer Literatur beschäftigen möchte, dem sei die Webseite http://www.rosaliadecastro.de wärmstens ans Herz gelegt.

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