Tango, Satire und Einwanderung: Neuerwerbungen antiquarischer Zeitschriften aus Uruguay

Von der Erwerbungsreise nach Argentinien und Uruguay haben die KollegInnen auch viele antiquarische Zeitschriften mitgebracht. Meist handelt es sich um Unikate, die vorher in deutschen (und europäischen) Bibliotheken nicht vorhanden waren.

Zu den uruguayischen Zeitschriften gehört Tangueando. Publicación oficial de El Club de la Guardia Nueva. Ihr Gründer war Horacio Ferrer (1933-2014), uruguayisch-argentinischer Schriftsteller, Tango-Kenner und Musikhistoriker, außerdem langjähriger Präsident der argentinischen Academia Nacional del Tango sowie Librettist der Oper María de Buenos Aires. Eine weitere Tango-Zeitschrift ist El alma del arrabal.

Neu im IAI sind außerdem mehrere Kinder- und Jugendzeitschriften wie El amigo de la juventud aus Uruguay, nicht zu verwechseln mit den beiden gleichnamigen spanischen und mexikanischen  Zeitschriften, und historische Satiremagazine wie Tinta China.

Besonders rar sind landwirtschaftliche Zeitschriften, die in kleinen Auflagen in den uruguayischen Provinzhauptstädten gedruckt wurden. Sie enthalten Statistiken über Viehbestand und die Entwicklung der Viehpreise, Nachrichten aus dem Sozialleben auf den Haciendas und weitere Aufsätze. Aus Salto stammt z.B. der Titel Vida rural. Als historische Quelle ergiebig sind auch die Zeitschriften der verschiedenen Einwanderergruppen. Neben Titeln der deutschsprachigen Gemeinden liegt nun in der Bibliothek des IAI mit La Patria Italiana en el Uruguay  eine spanischsprachige Zeitschrift italienischer Immigranten vor.

 

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