Vernetzung, Transfer und Information: Lateinamerikanische Kulturzeitschriften

Die Erwerbung und Erschließung historischer Zeitschriften aus Lateinamerika und der Karibik ist einer der Arbeitsschwerpunkte der Bibliothek des Ibero-Amerikanischen Instituts (IAI). In den meisten Fällen sind diese Zeitschriften innerhalb Europas ausschließlich im IAI vorhanden. Um einen überregionalen, orts- und zeitunabhängigen Zugriff, zumindest auf einen Teil dieser Medien zu gewährleisten, wurde im Jahr 2013 im Rahmen des von der DFG im Programm „Förderung herausragender Forschungsbibliotheken“ finanzierten Projektes „Kulturzeitschriften Lateinamerikas (1860-1930)“, damit begonnen, Zeitschriftentitel aus Argentinien, Brasilien, Chile, Cuba, Ecuador, Kolumbien, Peru und Puerto Rico zu komplettieren und diese in den Digitalen Sammlungen des IAI  zur Verfügung zu stellen. Innerhalb des Projektes handelt es sich um 165 Titel, die bislang um 26 Titel ergänzt wurden, die aus Eigenmitteln digitalisiert wurden. Wissenschaftliche Projekte im In- und Ausland nutzen die bisher bereits digitalisierten Zeitschriften als Quellengrundlage. Das Projekt befindet sich gegenwärtig in der zweiten Förderphase und wird bis 30.09.2019 laufen.

Eine präzise Definition der Kulturzeitschrift ist kaum zu finden. In der Sekundärliteratur zu diesem Medium wird der Gegenstand zu anderen Zeitschriftenformaten nicht klar abgegrenzt. Inhaltlich greifen Kulturzeitschriften unterschiedlichste Themenbereiche auf. Dies verweist auf einen weitgefassten Kulturbegriff, der neben den kulturwissenschaftlich orientierten Geisteswissenschaften auch die Naturwissenschaften ausdrücklich mitberücksichtigt. Diese Interdisziplinarität ist möglicherweise das wichtigste Merkmal der Kulturzeitschriften zwischen 1860 und 1930. Die Vielfalt der Themen beinhaltet unter anderem politische, literarische, musiktheoretische und -praktische, soziologische, satirische und technische Artikel. Die Texte wurden bewusst allgemein verständlich abgefasst, um eine breite, sowohl akademische wie nicht-akademische Leserschaft anzusprechen. Die Form der Beiträge ist ebenso vielfältig: Primär- und Sekundärliteratur steht neben Interviews, Rezensionen, Kritiken, Nachrichten aus aller Welt und Karikaturen. Die meisten Kulturzeitschriften enthalten des Weiteren zahlreiche Illustrationen, Fotos und Grafiken. Zudem waren sie beliebt als Träger von Werbung sowie Kurz-, Klein- und Kontaktanzeigen. Die Netzwerke der Herausgeber und Journalisten führten zu einem regen internationalen Austausch zwischen Europa und Lateinamerika, zwischen den Amerikas und den einzelnen Ländern Lateinamerikas. Aufgrund ihrer Vielfalt sind Kulturzeitschriften für die Forschung in zahlreichen Disziplinen, wie den Literatur- und Kulturwissenschaften, der Linguistik, der Geschichte, der Kunstgeschichte, der Typographie- und Medienkunde, von großem Interesse.

Das nun durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) geförderte Projekt (Laufzeit: 17.7.2018 bis 31.1.2020) hat das Ziel, die Sammlung „Kulturzeitschriften Lateinamerikas“ sowohl einem nationalen und internationalen Fachpublikum als auch der interessierten Öffentlichkeit in einer Ausstellung mit einem Begleitkatalog und weiteren begleitenden Materialien zu präsentieren. Um der Vielschichtigkeit des Mediums dabei gerecht zu werden, werden sowohl die Text- als auch die Bildelemente hierbei umfassend dargestellt, ebenso wie in den Kulturzeitschriften rezensierte Werke der Musik und der Filmkunst. Besonderes Augenmerk wird auf den internationalen Austausch und die Vernetzung zwischen den einzelnen Zeitschriften gelegt.

Die Ausstellung wird in spanischer Sprache parallel zum XXII. Deutschen Hispanistentag (Berlin, März 2019) erstmalig gezeigt werden. Im August 2019 wird sie in der Fundação Casa de Rui Barbosa in Rio de Janeiro zu sehen sein. Im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz kann die Ausstellung auf Anfrage an weiteren Orten innerhalb Deutschlands gezeigt werden. Die Ausstellungstafeln werden zum Abschluss des Projekts in beiden geplanten Sprachvarianten auf Flickr dauerhaft zur Verfügung gestellt.

Projektleitung und Kontakt: Dr. Ricarda Musser

 

Weitere Artikel zu den Kulturzeitschriften am IAI:

Lateinamerikanische Kulturzeitschriften digital

Berlin in den Kulturzeitschriften der Moderne

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Priester und Könige: Faksimile mexikanischer Codizes aus dem Nachlass von Ulrich Köhler

Der Codex Vaticanus B ist ein altmexikanisches Dokument, das auf Nahuatl abgefasst wurde und aus der Region Puebla-Tlaxcala stammt. 1902 publizierte Eduard Seler das Faksimile, seine Übersetzung und Anmerkungen dazu. Die Codices Becker I und II, benannt nach ihrem ehemaligen Besitzer in Darmstadt, liegen seit 1897 im Weltmuseum (ehemals: Museum für Völkerkunde) Wien. Codex Becker I ist eine vorspanische Quelle, deren drei erhaltene Fragmente Teile der Geschichte zweier mixtekischer Dynastien schildern. Codex Becker II ist eine aus der ersten Hälfte des 16. Jh. stammenden Kopie einer mixtekischen, vorkolonialen Handschrift und enthält eine Liste von Herrschern und genealogischen Daten.

Die Faksimile beider Codizes kamen mit dem Nachlass des deutschen Ethnologen Ulrich Köhler in die Bibliothek des Ibero-Amerikanischen Instituts. Ulrich Köhler trat nach einem Studium der Volkswirtschaft und anschließend der Ethnologie sowie einem längeren Forschungsaufenthalt in Mexiko Ende 1964 eine Stelle am Arnold-Bergstraesser-Institut der Universität Freiburg an. 1965 wurde er Assistent am neu geschaffenen Institut für Ethnologie in Münster, promovierte dort 1968 mit einer Dissertation über den Kulturwandel in Chiapas (Mexiko) und habilitierte sich 1975 mit einer Schrift zur mesoamerikanischen Kosmologie. Während seiner Lehr- und Forschungstätigkeit in Freiburg befasste er sich insbesondere dem aktuellen Kulturwandel bei indigenen Gesellschaften im Süden Mexikos und in Guatemala sowie mit kulturhistorischen Fragestellungen zu den mesoamerikanischen Hochkulturen. 1979 bis 1981 war Ulrich Köhler Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde. Auch nach seiner Pensionierung blieb er wissenschaftlich aktiv.

Im Ibero-Amerikanische Institut befinden sich nun die Bücher aus der umfangreichen wissenschaftlichen Bibliothek Ulrich Köhlers. In den kommenden Monaten wird außerdem sein wissenschaftlicher Nachlass aus Freiburg nach Berlin umziehen.

Ein ausführliches Gespräch mit Ulrich Köhler aus dem Jahr 2008, in dem er seine bewegte Biographie und seinen Blick auf die Fachdisziplin schildert, findet sich hier  in einem vom Lehrstuhl für Sozialanthropologie der Ruhr-Universität Bochum aufgebauten Portal mit Interviews zur Geschichte der deutschen Anthropologie.

 

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Bücher zu den Niederländischen Antillen und Dänisch-Westindien

Karibik – das sind die vielen großen und kleinen Inseln mit ihrer spanisch-, französisch und englischsprachigen Kultur und kolonialen Geschichte, aber auch die Niederländischen Antillen Curaçao, Bonaire, Sint Maarten, Sint Eustatius, Saba und Aruba sowie das ehemalige Dänisch-Westindien mit Saint Thomas, Saint John, Saint Croix sowie für kurze Zeit Vieques (siehe auch den Blog-Artikel „Wie die Karibik nach Flensburg kam“)

Im Sommer haben wir eine Reihe neue Bücher erworben, die die kulturellen und historischen Verflechtungen zeigen, so z.B. zur Gesellschaft und Geschichte Dänisch-Westindiens oder zur Klaviermusik auf den Niederländischen Antillen.

 

Aus Dänemark kommen auch historische Reiseberichte von dänischen Reisenden in Mexiko, Spanien und Portugal.

 

Alle diese Titel und umfangreiche weitere Literatur zu Kultur, Sprache, Geschichte und Gesellschaft in der Karibik und den transnationalen Verflechtungen dieser Region finden Sie in unserem Bibliothekskatalog www.iaicat.de

 

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Bilddatenbank „Maya Image Archive“ geht online

Während unser Blog Sommerpause macht, leiten wir Ihnen gerne diese Nachricht der KollegInnen aus Bonn weiter:

MayaImage

The Maya Image Archive is intended to host research materials provided by various scholars, such as Karl Herbert Mayer, Berthold Riese, Stephan Merk and the members of the project among others. Comprising image collections with photographs, drawings, notes and manuscripts, the Maya Image Archive allows the user to browse through the results of several decades of research trips through the entire Maya region. Forming the backbone of the Maya Image Archive, the black-and-white photo archive of Karl Herbert Mayer comprises thousands of photographs, dating from 1974 to 2006. During his numerous trips, Karl Herbert Mayer focused particularly on documenting sculpted and painted monuments with iconographic or epigraphic content. For that purpose he not only visited numerous museums and archaeological collections, but also explored the most remote archaeological sites in the Mexican states of Yucatan, Campeche, and Quintana Roo. In the near future, the complete collection of Karl Herbert Mayer’s photographs will be made accessible to the public, enhancing and complementing the comprehensive documentation that Karl Herbert Mayer had already provided in his well known series of publications on unprovenanced Maya monuments (published 1978, 1980, 1984, 1987, 1989, 1991, 1995) and hundreds of articles in academic journals. Moreover, the Maya Image Archive aims to be much more than a simple compilation of documents. In the database, the information attached to the documents has been organized in a coherent metadata schema with its content systematically revised and enriched in order to allow users to efficiently conduct targeted and diverse searches. Still under construction and continuously extended, the Maya Image Archive is hosted by the project Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya (TWKM) (Text Database and Dictionary of Classic Mayan), established at the Department for the Anthropology of the Americas at the University of Bonn by the North Rhine-Westphalian Academy of Sciences, Humanities and Arts.

 Free Access

All media and information presented in the Maya Image Archive is accessable freely and without login.

The Maya Image Archive uses the web-based open source database system ConedaKOR to facilitate the administration and presentation of its research materials.

 Editorial Rights

In cooperation with the Digital Research Infrastructure DARIAH-DE the database is made accessable as a DARIAH-DE Web Service via federated Login. The federated login is available for all users with a DARIAH-account.

Further, registration to the database is possible on request.

Users entering the database of the Maya Image Archive as registered user or via federated login are granted specific editorial rights. These rights include creating their own collections within the archive, and entering additional information to enrich the database.

If you have any questions about content edition, registration or federated login, please contact us.

Data and Metadata

All material of the Maya Image Archive has been documented and digitized by members of the TWKM project.

With respect to the metadata scheme, the digitized images are presented as the entity type “Medium” which is related to a variety of other entities such as Person, Archaeological Site, Place, Collection or Holder. All entities have several properties and are represented in relation to one another via a graph-based structure. For detailed information about data and metadata go to: Help

Note:
At the moment the images in our Maya Image Archive are not displayable via Internet Explorer. We ask you to have patience and use a different browser as long as the problem persists. Sorry for the inconvenience.

 

 

 

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Conocer el mundo a través de los relatos de viaje

Texto por Maruša Fakin

El tema y el motivo de viaje están presentes en la tradición literaria desde los tiempos más remotos. El deseo de descubrir, conocer y entender lo que está más allá del horizonte conocido es innato al ser humano, así como la necesidad de fijar en blanco y negro las impresiones para dejar un testimonio de lo vivido a la posteridad.

El relato de viaje como género literario existe desde los inicios de la tradición escrita, pero apenas en las últimas décadas ha ganado la atención de los críticos literarios. La principal razón por esta omisión de los estudios es que la definición del género es bastante huidiza. Por un lado la dificulta el hecho de que los relatos de viaje se encuentran en el límite entre la literatura ficcional y factual – los autores muchas veces mezclan sus experiencias reales con pasajes inventados – y por eso algunos lo descartan diciendo que pertenece más bien al campo de paraliteratura. Al mismo tiempo existe una gran variedad de formatos en los que pueden aparecer estos relatos como por ejemplo la autobiografía, las cartas o el diario. Uno de los autores que más se dedican a los relatos de viaje es sin duda el catedrático español, Luis de Alburquerque. En su artículo Los ‘libros de viaje’ como género literario (2006) el autor propone la siguiente definición:

[…] el género consiste en un discurso que se modula con motivo de un viaje (con sus correspondientes marcas de itinerario. cronología y lugares) y cuya narración queda subordinada a la intención descriptiva que se expone en relación con las expectativas socio-culturales de la sociedad en la que se inscribe. Suele adoptar la primera persona (a veces, la tercera), que nos remite siempre a la figura del autor y aparece acompañada de ciertas figuras literarias que, no siendo exclusivas del género, sí al menos lo determinan. (pág. 86)

Como veremos, los relatos de viaje pueden ser una fuente excelente para profundizar el conocimiento sobre cierta región del mundo y al mismo tiempo nos aportan nuevos datos sobre la vida de su autor.

Para acercarnos al género relato de viajes, les ofrecemos dos propuestas de lectura:

Gabriel García Márquez – De viaje por los países socialistas: 90 días en la “Cortina de hierro”, 1978

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En 1957, cuando Gabriel García Márquez tenía 30 años hizo un viaje de tres meses por los países de la cortina de hierro (Alemania, Polonia, Checoslovaquia, la Unión Soviética y Hungría). Mientras tanto escribía crónicas de viaje destinadas a la publicación en las revistas Cromos (Colombia) y Momento (Venezuela). Veinte años más tarde sus observaciones fueron publicadas bajo el título De viaje por los países socialistas. La narración es cronológica, muy detallada y de paso el autor nos sirve sus comentarios de lo vivido.

La portada del libro De viaje por los países socialistas, Gabriel García Márquez

 

Salta a la vista el segundo capítulo que se titula “Berlín es un disparate” en el que García Márquez describe sus primeras impresiones de la ciudad. Destacamos el párrafo en el que cuenta el paso por la puerta de Brandemburgo:

El límite oficial entre los dos Berlinés es la puerta de Brandemburgo, donde flota la bandera roja con la hoz y el martillo. A 50 metros hay un letrero alarmante: „Atención, usted va a entrar en el sector soviético“. Nosotros llegamos frente a ese letrero al atardecer, después de haber conocido a Berlín Occidental. Por puro instinto, Franco disminuyó la velocidad. Un policía ruso nos hizo señas de detenernos, inspeccionó el automóvil con una mirada enteramente administrativa y luego nos dio la orden de seguir adelante. El paso es tan sencillo como esperar un verde en el semáforo. Pero el cambio se nota. Y es brutal. Entramos directamente a la „Unter Den Linden“, la gran gran avenida bajo los tilos, considerada en otra época como una de las más hermosas del mundo. Ahora sólo quedan troncos de columnas ahumadas, portales en el vacío, cimientos cuarteados por el musgo y la hierba. Ni un sólo metro cuadrado ha sido reconstruido. (pág. 25-26)

 

Julio Cortázar y Carol Dunlop – Los autonautas de la cosmopista: Un viaje atemporal París – Marsella, 1963

El autor argentino y su mujer se propusieron un viaje bastante particular. En verano de 1962 decidieron hacer el recorrido de París a Marsella por autopista en su furgoneta sin salir ni una sola vez de la carretera. Las reglas del juego fueron las siguientes:

  1. Cumplir el trayecto de París a Marsella sin salir ni una sola vez de la autopista.
  2. Explorar cada uno de los paraderos, a razón de dos por día, pasando siempre la noche en el segundo sin excepción.
  3. Efectuar relevamientos científicos de cada paradero, tomando nota de todas las observaciones pertinentes.
  4. Inspirándonos en los relatos de viajes de los grandes exploradores del pasado, escribir el libro de la expedición (modalidades a determinar).

(Cortázar & Dunlop, 1983, pág. 29)

El viaje es tomado como un juego y parodia los grandes viajeros del pasado. El humor reside en el hecho de que la pareja toma su viaje como una expedición científica con un objeto de estudio muy banal (la autopista) e incluso adapta el estilo de escritura a un estudio serio. La veracidad de los hechos se sustenta en las fotografías en blanco y negro que acompañan el texto, los diarios de ruta con datos exactos de cada día y los dibujos de los paraderos, una contribución posterior del hijo de Carol, Stéphane Hébert.

Ejemplo de Diario de ruta (Cortázar & Dunlop, 1983, pág. 170)
Dibujo de los paradores Aire De Chaponne, Aire D’Epoisses. Aire de Ruffey. (pág. 101)
Julio Cortázar y Carol Dunlop con sus máquinas de escribir (pág. 189)

Para concluir hay que enfatizar que los relatos de viaje son sin duda un género literario digno de ser leído y estudiado. Nos queda únicamente invitar a los lectores a que saborean sus próximos viajes con la lectura de algún relato de viajes.

Bibliografía recomendada:

  • Alburquerque García, L. (2006). Los ‚libros de viaje‘ como género literario. Diez estudios sobre literatura de viajes, Madrid: Consejo Superior de Investigaciones Científicas, Instituto de la Lengua Española. p. 67-87.
  • Cortázar, J., & Dunlop, C. (1983). Los autonautas de la cosmopista: Un viaje atemporal París-Marsella. Barcelona: Muchnik Editores.
  • García Márquez, G. (1982 [1978]). De viaje por los países socialistas. 90 días en la «Cortina de hierro». Bogotá: La oveja negra.
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Dedicatorias manuscritas como testimonio importante

Texto por Maruša Fakin

Las dedicatorias en los libros son sin duda una materia de estudio literario muy interesante. Por un lado, son una llave al contenido mismo y por otro, nos ofrecen pistas para perseguir los rasgos de la personalidad del autor, las relaciones que lo marcaron y a veces simplemente nos divierten. Camilo José Cela por ejemplo, empieza su libro La familia de Pascual Duarte con la siguiente dedicatoria: “Dedico este libro a mis enemigos, que tanto me han ayudado en mi carrera”. Si pensamos en dedicatorias manuscritas, éstas por su carácter muy personal revelan aún más: la firma del autor, la letra y algunas veces la fecha.

Las dedicatorias tanto imprimidas como manuscritas abundan en la colección de libretos de zarzuelas que están disponibles en la página de Colecciones Digitales del Instituto Ibero-Americano. A través de ellas podemos trazar la vida de los autores y relaciones que establecieron con los tiples y los actores. Salta a la vista que muchas van dedicadas a Pablo Arana, una figura importante en el mundo de la zarzuela a finales del siglo XIX e inicios del siglo XX. Este actor y director es quizás mejor conocido por su hermana mayor, Lucrecia Arana, también actriz y cantante célebre. Haciendo una investigación rápida por las fuentes electrónicas encontramos pocos datos relevantes y justamente las dedicatorias manuscritas que nos ayudan a perfilarlo. Es evidente que los autores como Fiacro Yráyzoz, José Jackson Veyán y Manuel Fernández de la Puente lo apreciaron y lo consideraron un gran actor. En los libretos digitalizados encontramos también la sección Reparto de la que podemos deducir en qué obras participó el actor.

Dedicatorias00Según los datos que encontramos, Pablo Arana nació en Haro, La Rioja, en una familia de cinco hijos, siendo él el menor. En una publicación de la página de Biblioteca Digital de la Comunidad de Madrid leemos que trabajó en el Teatro de Jovellanos y dicen que lo ingresaron «en los  primeros   puestos  de  la  compañía». Pablo Arana falleció en 1911 y está enterrado junto a su madre y su hermana Lucrecia en Sacramental de San Justo.

En las dedicatorias lo alaban como un buen actor y director, lo describen con adjetivos notable, distinguido, estudioso, cómico, querido. A menudo se refieren a él con diminutivo Pablito y lo consideran un buen amigo y compañero.

 

Destacamos algunos ejemplos más interesantes:

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En el disparate cómico, El susto gordo del 1907 se encuentra un ejemplo de la dedicatoria imprimida.

«A Pablo Arana. Nos pediste algo para tu beneficio. No sabíamos que darte y te dimos un susto. Gracias á tí y á los demás artistas, el susto no fue tan gordo y el público recibió con aplausos este disparate. Acéptalo con el mismo cariño que te lo dedican tus buenos amigos y admiradores,

Pepe Jackson, Agustín Sáinz Rodríguez»

 

En Mar de fondo (1905) leemos una dedicatoria cordial de Enrique López María que juega con las expresiones de mus, un juego de naipes.

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A Pablito Arana (*)

Con tres reyes de mano y un as… ya puedes querer lo que te enviden, ¿verdad, mocete? Pues, allá en Novedades, con “Mar de fondo” puedes echar, si quieres. ¡Órdago á todo!

E. López María

(*) Primer actor cómico. profesor de mus y elegante párroco de la “Cara del Pueblo”.»

 

En la zarzuela Carmen y Marieta (1907) aparecen las dedicatorias de los autores y una es de Eduardo Gallo, un amigo de Pablo y actor que participó en el estreno.

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«Al distinguidísimo primer actor y director D. Pablo Arana, sus afctis [?] [1]

Los autores (Murcia) 

Amigo Pablo te recomiendo esta obra que es de afecto. Tu verdadero amigo que te quiere.

Eduardo Gallo

Espresiones á Rosa… es mía – eh? San Felipe

[1 Probablemente se trata de la expresión “Sus afectísimos” que se usaba mucho en las cartas]

 

Otros ejemplos en la colección de zarzuelas del Instituto Ibero-americano son

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La chica del maestro, 1903

«A Pablo Arana: Ahí vá esa pobre chica. ¡Que la goces!

Pepe»

[José Jackson Veyán]

Dedicatorias05

 

Villa-Alegre, 1905

«A la primera escopeta de Europa Pablito Arana,

Los autores»

[Rafael Santa Ana, Juan Selva]

 

Fuentes utilizadas:

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Haben Sie Töne? Musik und Stimmen im Archiv „descargacultura.UNAM“

DescargaCultura

Kurzgeschichten, Essays und Gedichte, vorgetragen von ihren Autorinnen und Autoren: das Archiv descargacultura.UNAM bietet die Stimmen von Leonardo Padura, Mario Vargas Llosa, Lina Meruane und von vielen ihrer Kolleginnen und Kollegen kostenlos zum Herunterladen oder Streamen an. Neben belletristischen Lesungen und dem fast in Vergessenheit geratenen Genre der radionovela finden sich auf der Webseite auch wissenschaftliche Vorträge und Streitgespräche, Sprachaufnahmen in den indigenen Sprachen Mexikos und klassische Konzerte mit Musik von Silvestre Revueltas oder Rodolfo Campodónico. Probieren Sie es aus und tauchen Sie an einem dieser Sommerabend ein in die akustische Welt Mexikos und Lateinamerikas !

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