Gabriel García Márquez: Archiv online verfügbar

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Es glich einer nationalen Tragödie in Kolumbien, als die Familie von Gabriel García Márquez im Jahr 2014 das Archiv des verstorbenen Nobelpreisträgers für 2,2 Mio US$ an die University of Texas verkaufte. Am Harry Ransom Center in Austin ist der Nachlass Garcia Márquez‘ in illustrer Gesellschaft, denn auch die persönlichen Archive von Jorge Luis Borges, James Joyce, Ernest Hemingway und  William Faulkner werden hier aufbewahrt.

Über 2000 Briefe, 40 Fotoalben, journalistische Reportagen und Material zu den großen Romanen des Kolumbianers, aber auch eine Schreibmaschine vom Typ Smith Corona und fünf Apple-Computer gelangten nach Texas. Jetzt sind erstmals über 27.000 Einzelseiten und Abbildungen digitalisiert worden. Sie stehen frei online zur Verfügung und können über eine Suchmaske nach Thema, Material, Datum und anderen Kriterien recherchiert werden.

Für andere Dokumente aus dem Nachlass wie z.B. das Manuskript des unveröffentlicht gebliebenen letzten Romans En agosto nos vemos muss man jedoch weiterhin nach Texas reisen, sie sind nicht Teil des Digitalisierungsprojekts.

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Umfrage Fachinformationsdienst Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (FID AVL)

Heute leiten wir Ihnen einen Aufruf der Kolleginnen und Kollegen des FID Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft weiter:

Seit 2016 bietet der Fachinformationsdienst Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (FID AVL) allen komparatistisch arbeitenden Literaturwissenschaftler*innen und Angehörigen angrenzender Disziplinen neue Infrastrukturen für die fachbezogene Recherche und Kommunikation sowie weitere innovative Serviceleistungen. Er wird dabei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Förderprogramms „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ zunächst bis Mai 2019 unterstützt.

Gestalten Sie die Angebote für die geplante zweite Förderphase (2019-2021) mit!

Nehmen Sie sich bitte 5-10 Minuten Zeit, um auf unsere Fragen zu Inhalten und Methoden Ihrer literaturwissenschaftlichen Arbeit zu antworten. Die Umfrage finden Sie bis einschließlich 21.12.2017 unter https://evaluation.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/evasys/online.php?p=26GD2.

Die Teilnahme an der Umfrage ist vollkommen freiwillig. Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und anonymisiert ausgewertet. Ein Rückschluss von Antworten auf Ihre Person ist nicht möglich.

Sind Sie an den Ergebnissen der Umfrage interessiert? Diese werden im Januar 2018 im avldigital BLOG und über die Mailingliste des FID AVL  veröffentlicht.

Gerne können Sie interessierte Kolleg*innen auf die Umfrage aufmerksam machen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an info@avldigital.de.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

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Berlin in den Kulturzeitschriften der Moderne

Der Begriff „Kultur“ im Gattungsnamen dieser Zeitschriften ist ein weit gefasster: er berücksichtigt neben den kulturwissenschaftlich orientierten Geisteswissenschaften auch explizit die Naturwissenschaften. Die Interdisziplinarität ist möglicherweise das wichtigste Merkmal der Kulturzeitschriften, deren Blütezeit zwischen 1860 und 1930 lag. Die Vielfalt der Themen beinhaltet unter anderem politische, literarische, musiktheoretische und -praktische, soziologische, satirische und technische Artikel. Die Texte wurden bewusst allgemein verständlich abgefasst, um eine breite, sowohl akademische wie nicht-akademische Leserschaft anzusprechen. Die Form der Beiträge ist ebenso vielfältig: Literarische Texte stehen neben Interviews, Rezensionen, Kritiken, Nachrichten und Karikaturen. Die meisten Kulturzeitschriften enthalten zudem zahlreiche Illustrationen, Fotos und Grafiken. Außerdem waren sie beliebt als Träger von Werbung sowie Kurz-, Klein- und Kontaktanzeigen. Die im IAI vorhandenen Titel stammen überwiegend aus der Zeit zwischen 1880 und 1930, sie werden im Rahmen des DFG-Projekts „Kulturzeitschriften“ nach und nach digitalisiert und in den Digitalen Sammlungen des IAI zur Verfügung gestellt.

La moda en el Kaiserdamm de Berlín

Berlin als Kulturmetropole ist in diesen Zeitschriften immer wieder präsent. Die argentinische Atlanta bringt in ihrem Heft Nr. 5 (1911) einen Artikel über die Berliner Theaterlandschaft („El teatro en Berlín: Teatro histórico sobre el teatro de la historia“) . Plus Ultra, ebenfalls aus Argentinien, berichtet im Jahr 1927 über avangardistische Kunst („Plus Ultra en Berlín: Exposición de Arte Moderno“, Nr. 136) und über Berliner Mode („La moda en el Kaiserdamm“, Nr. 140) .

Für Ihre eigenen Untersuchungen können Sie alle Texte aus den Digitalen Sammlungen als PDF herunterladen und dann in Ihrer Forschungsumgebung je nach Fragestellung weiterbearbeiten:

Verarbeitung

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Kartographie in Geschichte und Gegenwart

Unter dem Titel „Descubriendo otras cartografías“ fand am 28. November 2017 in der spanischen Nationalbibliothek in Madrid die II Jornada de Cartografía en la Biblioteca Nacional de España statt. Dabei gab es Panels wie „Cartografía y Literatura“ über imaginäre Räume und Orte  und „Cartografía y Arte“ mit Analysen über das Kunstkonzept in der Kartographie. In „Cartografía e Imagen“ wurde untersucht, wie Fotografie und Film sich der Kartographie in ihren Inszenierungen bedienen und  „Cartografía y Música“ machte diese unerwartete Beziehung anhand der Reisen Wolfgang Amadeus Mozarts deutlich. Ein Gesprächskonzert stellte zum Abschluß  nochmal die Verbindung von Karten und Musik dar. Der gesamte Tag mit seinen Vorträgen und Diskussionen ist per Video abrufbar.

Auch das IAI sammelt seit 1957 Kartenmaterial. Die Bandbreite reicht von topografischen Karten, über thematische Karten (z.B. Geologie, Sprachen, Botanik) bis zu Stadtplänen und Straßenkarten. Von herausragender Bedeutung sind die ca. 2.420 historischen Karten aus dem Zeitraum bis 1850 sowie die Faksimileausgaben von Karten und Atlanten aus der Zeit von 1525 bis 1850. Dabei handelt es sich überwiegend um topographische Darstellungen einzelner Regionen und Länder, entsprechend des historischen Kenntnisstandes der Kartographie, aber auch um Ansichten und Pläne einzelner Städte. Schwerpunkte sind Gesamtdarstellungen von Mittel- und Südamerika, der Karibik und der Iberischen Halbinsel. Über 500 dieser Karten sind in den Digitalen Sammlungen verfügbar.

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Am Rand des Retiro-Parks: das Dokumentationszentrum für Musik und Tanz in Madrid

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Neben der berühmten alten Sternwarte von Madrid, auf einem Hügel am Rand des Retiro-Parks liegt das Centro de Documentación de Música y Danza. Es wurde 1978 gegründet und ist seit 1985 Teil des Instituto Nacional de las Artes Escénicas y la Música (INAEM). Das Dokumentationszentrum sammelt systematisch Informationen zu Musik und Tanz in Spanien, erstellt Datenbanken und Bibliographien und bietet Beratung für KünstlerInnen, ForscherInnen und allgemeine NutzerInnen. Seit 2002 hat hier auch die spanische ISMN-Agentur (International Standard Music Number) ihren Sitz.

 

Die Bibliothek des Centro de Documentación de Música y Danza umfasst ca. 27.000 Bücher, Partituren, Programmhefte, Tonaufnahmen und Videos und 630 Zeitschriftentitel. Die Bestände sind im Online-Katalog verzeichnet und rechierbar.

Das Dokumentationszentrum publiziert elektronisch und im Printformat. Diese Woche haben wir im Ibero-Amerikanischen Institut eine umfangreiche Schenkung an Partituren, DVDs, CDs und Büchern bekommen, für die wir uns ganz herzlich bedanken !

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Ein verborgenes Paradies: das Museo de Escritores in Madrid

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Ein kleines Ladenlokal in der Calle Galileo 52 in Madrid mit einem unscheinbaren Eingang. Ein Gong ertönt, wenn man eintritt … und schon steht man in einem Paradies für alle LiteraturliebhaberInnen: Hier sind unter einem Dach zu finden der Verlag Del Centro Editores, der aufwändige Faksimile-Ausgaben von Schriftsteller-Tagebüchern und literarischen Manuskripten publiziert, die Galería del Centro mit wechselnden Kunstausstellungen, die Librería del Centro, die sich auf lateinamerikanische AutorInnen spezialisiert hat, und das Museo del Escritor.   In den Glasvitrinen kann man Brillen von Max Aub und Mario Benedetti entdecken, daneben die Tabakpfeifen von Ramón Gómez del Serna und Juan Cortázar. In Regalen lagern Manuskripte von lateinamerikanischen und spanischen AutorInnen, dazu ihre privaten Bibliotheken mit Erstausgaben und annotierten Exemplaren. Die größten Bestände machen die Teilnachlässe und persönlichen Archive von Juan Carlos Onetti und Juan Cortázar aus.

Auf Anfrage bieten die Inhaber, die vor vielen Jahren aus Argentinien nach Madrid kamen, Führungen durch das Museum an, außerdem auch literarische Spaziergänge durch das umgebende Stadtviertel Chamberí und Druckworkshops auf alten Handtiegelpressen.

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Limpia, fija y da esplendor: die Real Academia und das Diccionario de Autoridades

Heute empfehlen wir Ihnen einen sehr lesenwerten Beitrag von Manuel de Campo aus dem Blog „European languages across borders“ der Kolleginnen der Universitätsbibliothek von Cambridge.

The Diccionario de la lengua castellana (1726-1739), later known as Diccionario de autoridades, was the first modern Spanish lexicographical work. The Real Academia Española (RAE) was founded in 1713 under the royal auspices and the first generation of academics decided to record the Spanish vocabulary following the example of the language academies in Paris and […]

über The feat of the Real Academia Española’s first dictionary (part 1) —

Und hier geht es zum zweiten Teil des Artikels.

Die im Text erwähnten Wörterbücher und Grammatiken des 17. und 18. Jahrhunderts sind in der Biblioteca Digital Hispánica verfügbar.

 

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